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Heidelberger Druck Service mit guten Ergebnissen


12.11.2010
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Heidelberger Druck-Aktie (ISIN DE0007314007 / WKN 731400) weiterhin mit "kaufen" ein.

Nachdem die Heidelberger bereits vor einigen Wochen vorläufige Zahlen berichtet hätten, sei die Spannung bei Vorlage der endgültigen Zahlen größtenteils raus gewesen. Highlights im Q2-Bericht seien für die Analysten die Ertragsbeiträge der einzelnen Segmente gewesen. Das Segment Services steche dabei besonders positiv heraus. Nach einer EBIT-Marge von 4% (Umsatz: 231 Mio. EUR; EBIT: 10 Mio. EUR) im Q1 sei diese im Q2 auf starke 10% (Umsatz: 277 Mio. EUR; EBIT: 27 Mio. EUR) gestiegen.

Im Bereich Equipment würden erwartungsgemäß weiter Verluste anfallen. Dies werde sich im zweiten Halbjahr nach Aussagen der Gesellschaft aller Voraussicht nach auch nicht ändern. Durch die positiven Ergebnisbeiträge der Segmente Services und Financial Services werde aber zumindest das EBIT auf Konzernebene wieder positiv sein.


Für die nächsten beiden Quartale prognostiziere das Management einen Auftragseingang zwischen 600 und 700 Mio. EUR pro Quartal und damit ein stabiles Momentum. Ein Auftragseingang von 2,75 Mrd. EUR in 2010/11 (BHLe) (Book-to-bill- Ratio: 1,07x) in Verbindung mit einem Break-even von 2,4 Mrd. EUR in 2011/12 sowie einer Verbesserung des Finanzaufwands auf 25 Mio. EUR pro Quartal würden damit den Weg für schwarze Zahlen im nächsten Geschäftsjahr ebnen.

Durch die Kapitalerhöhung (Mittelzufluss: 401 Mio. EUR) und einen positiven FCF (69 Mio. EUR zum Halbjahr) seien Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 460 Mio. EUR im Halbjahr zurückgeführt worden. Die Nettofinanzverbindlichkeiten hätten sich auf 243 Mio. EUR belaufen (Gearing: 0,3). Die Eigenkapitalquote habe damit zum Halbjahr bei 30% nach 20% zu Beginn des Geschäftsjahres gelegen. Eine Erhöhung der Pensionsrückstellungen um über 100 Mio. EUR im ersten Halbjahr habe das Eigenkapital belastet. Der FCF werde sich aber angabegemäß zum Geschäftsjahresende auf -70 bis -50 Mio. EUR belaufen, infolge einer Erhöhung des Working Capitals sowie Restrukturierungsauszahlungen, was allerdings eine Verbesserung im Vergleich zu früheren Aussagen mit bis zu -100 Mio. EUR darstelle.

Ein positives Momentum im Maschinenbau, die Aussicht auf schwarze Zahlen im nächsten Geschäftsjahr und die verbesserten Bilanzrelationen sollten Treiber für die Aktie in den nächsten Monaten sein. Ein Kurs/Buchwert-Verhältnis von 0,9x sowie ein EV/EBITDA-Multiple von 6,1x für das nächste Geschäftsjahr würden - trotz aller Probleme in dem Industriezweig - von einer fundamental günstigen Bewertung zeugen. Das Kursziel laute unverändert 5,70 EUR.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die Heidelberger Druck-Aktie nach wie vor zu kaufen. (Analyse vom 12.11.2010) (12.11.2010/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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